Resi hat Heimweh

„Erst wenn du in der Fremde bist, weißt du es, wie schön dein Zuhause ist.“

Seit zwei Wochen ist Resi in der Stadt. Sie soll bei einer Familie Ungarisch lernen. Die Familienmitglieder sind alle nett zu ihr. Sie hat ein eigenes, sehr schönes Zimmer. Neue Kleider hat sie auch bekommen.

Tagsüber hilft sie der Hausfrau im Haushalt. Sie versteht fast alles, was man ihr sagt.

Am Abend, wenn sie in ihrem Bett liegt, denkt sie an ihr kleines Dorf, an ihre Familie.

Sie murmelt noch das Abendgebet:

 „Müde bin ich, geh‘ zur Ruh‘; schließe beide Äug‘ lein zu.

Vater, lass die Augen dein, über meinem Bette sein.“

2017-12-11